Sozialismus statt Barbarei!

 

Der Riss durch die Gesellschaft verläuft auch in Braunschweig. Von der Politik Vergessene und vom Wohlstand Abgekoppelte flüchten sich massenhaft in dumpfen Rassismus. In der Nachwirkung des Rechtsrucks um Bragida konnten die Jungfaschisten von JN, JA und Identitärer Bewegung Zuwächse verzeichnen, was sich in erhöhter Gewaltbereitschaft gegen „Gutmenschen“ und Migrant*innen offenbart. Auf politischer Ebene schlägt sich die Entfesselung alter und überwunden geglaubter Idioten in Wahlerfolgen der AfD nieder.

Noch fataler ist jedoch das Einsickern des Rassismus in die politische Mitte, das Bürgerliche. CDU/CSU, SPD und die Grünen stimmten irrsinnigen Asylrechtsverschärfungen und „sicheren“ Herkunftsländern zu. Die europäischen Werte werden mit jedem Meter Zaun, mit jedem Kanister Tränengas gegen Schutzsuchende und mit jeder Abschiebung verscherbelt für die Ruhigstellung von Symptomen einer immer weiter aus dem Ruder laufenden Ungleichheit. Durch unsere Repräsentant*innen tragen wir alle Schuld daran, sind alle verantwortlich für Lesbos, Lampedusa und ein Aleppo in Trümmern.

Die Linksjugend ['solid] Braunschweig setzt diesem gesellschaftlichen Verfall das Ziel des demokratischen Sozialismus entgegen. Der Rassismus spielt die Verlierer von Kapitalismus und Globalisierung gegeneinander aus. Währenddessen reiben sich die Profiteure die Hände und lachen über die gespaltene Arbeiter*innenklasse, die ihnen eigentlich vereint gegenüberstehen müsste, um die Probleme wirklich zu lösen, sich endlich genug für jede*n zu nehmen und der Ausbeutung ein Ende zu machen!

Wir glauben nicht daran, diese Ziele im bestehenden System, in dem Lobbyismus und Machbarkeit mehr Gewicht haben als Allgemeinwohl und Menschenleben, zu erreichen. Deswegen müssen das System und die falschen Versprechen auf denen die Missstände aufgebaut wurden, durch eine Revolution von links aufgehoben werden. Danach kann endlich eine gerechte und nachhaltige Entwicklung in einer Gesellschaft freier und gleicher Menschen stattfinden.

Wir treten ein für die Öffnung aller Grenzen und die Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln. Wir wollen die Marktwirtschaft, in der lediglich der Profit zählt, überwinden, um endlich nach den Interessen der Menschen und der Umwelt zu agieren. Dazu bedarf es einer Wirtschaft unter Mitsprache aller daran Beteiligten, die durch die technische Entwicklung realisierbarer ist denn je.

Vorstellungen wie diese wollen wir weiterentwickeln und in einem kollektiven Prozess aller, die sich gegen die alten Systeme des Zwangs wehren wollen, zum Teil der zukünftigen politischen Diskussion werden lassen. Dazu treffen wir uns regelmäßig und sind neben politischen Veranstaltungen präsent auf Demos, um die revolutionären Ideen zu verbreiten.